Was ist der Landesheimrat Bayern?

Der Landesheimrat (LHR) Bayern ist ein selbst organisiertes Gremium, das sich für die Wahrnehmung der Rechte von Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Bayern einsetzt.

Das vorrangige Ziel des Landesheimrats ist es, auf eine möglichst wirkungsvolle, gelebte Beteiligung in stationären Jugendhilfeeinrichtungen hinzuwirken.

Der Landesheimrat besteht aus zwölf in geheimer Abstimmung gewählten Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen aus Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Bayern.

Er wird von vier Beraterinnen und Beratern und einer Geschäftsstelle im Bayeri­schen Landesjugendamt unterstützt und gefördert.

Finanziert wird der Landesheimrat Bayern vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

Welche Aufgaben haben der Landes­heim­rat und seine Beraterinnen und Berater?

Der Landesheimrat setzt sich für die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen in Einrichtungen der stationären Jugendhilfe in Bayern und deren Vertretung nach außen ein. Er berät Heimrätinnen und Heimräte und be­ant­wortet Fragen von Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen aus der sta­tio­nären Jugendhilfe zum Beispiel zum Thema „Kinderrechte“.

Zu Beginn seiner Amtsperiode entwickelt der neu gewählte Landesheimrat eine Agenda mit Themen, die ihm für das kommende Jahr wichtig sind und die er bearbeiten möchte.

Weiterhin wird auch Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für die Landes­heim­rats­bewegung eine große Rolle bei den Aufgaben spielen.

Bei Bedarf soll sich der Landesheimrat auch aktiv in jugendhilferelevante Gremien, wie z. B. den Landesjugendhilfeausschuss einbringen und bei Veranstaltungen zum Thema Partizipation vertreten sein.

Die Beraterinnen und Berater begleiten und unterstützen den Landesheimrat bei der Umsetzung seiner Aufgaben und bei der Bearbeitung der an ihn heran getragenen Fragen. Auch ein neu installierter Beraterkreis, bestehend unter anderem aus Mit­glie­dern des Bayerischen Landesjugenhilfeausschusses steht dem Landesheimrat auf Anfrage zur Seite und unterstützt ihn bei der Verfolgung und Durchsetzung seiner Anliegen.

Wie funktioniert die Wahl und wer darf sich als Kandidatin oder Kandidat zur Wahl stellen?

Der Landesheimrat wird für ein Jahr gewählt. Die Wahl wird auf der Jahrestagung IPSHEIM durchgeführt. Alle jungen Menschen, die an der Jahrestagung teilnehmen, sind wahlberechtigt.

Alle an der Jahrestagung teilnehmenden Kinder, Jugendlichen und jungen Voll­jäh­ri­gen, deren Jugendhilfemaßnahme voraussichtlich noch mindestens ein Jahr an­dauert, können sich als Kandidatin oder Kandidat für die Wahl aufstellen lassen und sind dann wählbar.

Was ist Ipsheim?

Ipsheim ist ein kleiner Ort in Mittelfranken. Die Jugendbildungsstätte Burg Hohneck bei Ipsheim ist seit 2011 der Veranstaltungsort der landesweiten Jahrestagung für Partizipation in der stationären Jugendhilfe in Bayern.

Außerdem stellt IPSHEIM die Abkürzung des Titels der landesweiten Jahrestagung für Partizipation in der stationären Jugendhilfe in Bayern dar: Initiative Par­ti­zi­pa­tions­Strukturen in der HEIMerziehung.

IPSHEIM findet jedes Jahr kurz vor den Sommerferien für vier Tage statt. Hier treffen sich Kinder, Jugendliche, junge Volljährige und Fachkräfte aus stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen in Bayern, um gemeinsam am Thema Beteiligung von jungen Menschen zu arbeiten. Im Rahmen von IPSHEIM werden seit 2013 auch jedes Jahr die Mitglieder des Landesheimrats Bayern gewählt.
 

Tätigkeitsbericht